»Sawara Bohna«
(Sauere Bohnen)

 

Das Einlegen/Einmachen

Die geschnitzelten Bohnen (Enden abgeschnitten, dabei Fäden gezogen, längs geteilt und halbiert) in kochendem Wasser blanchieren. Anschließend die Bohnen auslegen und einen Tag erkalten lassen. Danach nimmt man einen Tonkübel, legt den Boden mit Traubenblättern aus und schichtet die Bohnen darauf. Zwischen die Schichten von 10–15 cm Höhe werden je nach Geschmack Salz, Nelken und Pfefferkörner gestreut bzw. Bohnenkraut gelegt. Derart füllt man den Kübel bis ca. 15 cm unter den oberen Rand und setzt nun die Bohnen unter Wasser. Zum Schluss werden die Bohnen mit einem Tuch und darauf mit Hölzern bedeckt und mit einem Stein belastet. Sowohl das Tuch als auch die Hölzer und ein Teil des Steines müssen unter Wasser liegen (der Einfachheit halber verwendet man hierfür heute einen Wassersack).
Täglich, über mehrere Wochen hinweg, gilt es nun, die Bohnen sowie das Tuch und die Hölzer von den Rückständen der einsetzenden Gärung zu säubern, welche sich am Rand bzw. an der Öberfläche bilden.

Der Verzehr wird ab September/Oktober empfohlen.

Was ma fo 4 Leit braucht:    
  • 1 kg Bohnen sowie:
  • 1 Zwiebel
  • 50 g Fett
  • 50 g Mehl

Un so werd's g'macht:

Die Bohnen in warmes Wasser geben und ca. 45 min weichkochen, sodann das Fett in eine Pfanne geben, heiß werden lassen und die feingehackte Zwiebel darin anschwitzen. Unter Rühren wird nun das Mehl hinzugegeben.

Sobald dies eine leicht bräunliche Farbe angenommen hat, wird die Masse (unter Rühren) mit Wasser abgelöscht und anschließend den Bohnen beigegeben. Nun das Ganze nochmals ca. 15 Minuten köcheln lassen und anschließend servieren.

Als Beilage empfiehlt sich ein frischer Kartoffelbrei.

Gerne wird auch noch in den Bohnen ein Stück Bauch oder Speck mitgekocht, was dem Ganzen einen herzhaften Geschmack verleiht.

 
 (aus dem Linsabauch Nr. 22 / Oktober 2004)