769 bis 830 Erste urkundliche Erwähnung Odenheims („Othenheim“) im Lorscher Güterverzeichnis aufgrund einer Schenkung: Udelfried in Othenheim schenkt danach dem Kloster Lorsch mit Datum vom 1.7.769 für sein Seelenheil 10 Morgen im Kraichgau. Die auffallend große Zahl der Schenkungen in den Jahren 769 bis 831, aufgeführt sind 22 Besitzer, deutet darauf hin, dass Odenheim mit seinen dazugehörenden Nebensiedlungen ein bedeutender Ort im Kraichgau ist, dessen maximal 100 Familien (ca. 500 Bewohner) von der Bewirtschaftung der rund 720 ha Äcker, Wiesen und vielleicht auch Weinbergen lebte, während der Großteil der Gemarkung noch Wald ist. Verbürgt sind folgende (Vor- bzw. Sippen-) Namen Odenheimer Grundbesitzer: Udelfried, Allido, Autolf, Gracco, Adalmar, Liudegar, Adelfried, Volcger, Helido, Alaman (dreimal), Reginfrid, Gundolf, Leither, Sigebald, Nanatoch, Wolfram, Racher, Liutolf, Gunbert. Hinzu kommen die Namen jener, die durch Tausch zu Grundbesitz in Odenheim gekommen waren: Juncman, Hiltram, Helmgoz, Jeronimus. Die Schenkungen umfassten neben Grundflächen auch Höfe und Gebäude (z.B. Mühlen), landwirtschaftliche Erzeugnisse, Vieh oder gar Leibeigene. Darüber hinaus gibt es auch begüterte auswärtige Grundbesitzer auf unserer Gemarkung.