Odenheim im Nibelungenlied –

Einweihungsfeier der Nibelungenstatue und neuer Informationstafeln am Siegfriedsbrunnen

»… und sie fanden den Siegfried im strömenden Regen leblos an der Quelle liegend …« Ob es bei der Ermordung des Sagenhelden durch Hagen von Tronje geregnet hat, ist nicht zweifelsfrei belegt. Es darf jedoch vermutet werden, da der Himmel auch bei der Enthüllung der Siegfriedskulptur an der Nibelungenstraße am vorvergangenen Samstag seine Schleusen geöffnet hat, wohl um der Begebenheit einen authentischen Rahmen zu geben.
Unbeeindruckt von den ebenso überraschenden wie ergiebigen Regenschauern fanden sich mehr als siebzig interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Statue ein, um nach den einleitenden Begrüßungsworten von Bürgermeister Felix Geider und Ortsvorsteher Gerd Rinck gespannt den Ausführungen von Eugen Krapp und Kurt Fay vom Heimatkundlichen Arbeitskreis zum Hintergrund des Projekts zu tauschen. Die beiden Heimatkundler schilderten die Entstehungsgeschichte des Standbildes und erläuterten die im Nibelungenlied dargestellte Szene sowie die damit zusammenhängende Erwähnung des Ortes Odenheim (»Otanhaim«) in dem Heldenepos. Eugen Krapp bedankte sich bei den mit dem Projekt befassten Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Bauhofs für die Unterstützung sowie beim ortsansässigen Steinmetzbetrieb Fehrer für die Realisierung und Aufstellung des Objektes unmittelbar an der Landesstraße 552 am westlichen Ortseingang.
Nach der Enthüllung des Standbilds ging es zur Hotztafel an der Schindelbergstraße, welche auf den Siegfriedsbrunnen an der in Richtung östringen führenden Landesstraße 635 hinweist Kurt Fay klärte über den Hintergrund der Tafel auf und präsentierte einige verloren geglaubte Teile, weiche im Laufe der Jahre verschwunden waren und passend zum Anlass nun wieder »auftauchten«.
Die »Tatwaffe« und der Teil von Siegfrieds Kleidung, an welchem ihn der Speer getroffen hat, wurden den Gästen am Siegfriedsbrunnen präsentiert, den die Besucher nach einer kurzen Wanderung über das „Domaweegl" durch den Wald erreichten, Nach Hinweisen der Repräsentanten des Heimatkundlichen Arbeitskreises zu dem Wasserspender, seiner Entstehungsgeschichte sowie zum Stifter Siegmund Odenheimer wurden drei Informationstafeln enthüllt die den Besuchern der Brunnenanlage ab sofort Aufschluss über die Bezüge zum Nibelungenlied sowie über die Entstehungsgeschichte des Odenhei-mer Brunnens geben.
Die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer spendeten den fachkundigen Rednern viel Applaus, wahrend sich Bürgermeister Geider und Ortsvorsteher Rinck über die positive Resonanz und die zahlreichen Gäste freuten, für die der Heimatkundliche Arbeitskreis an Ort und Stelle auch eine kleine Stärkung in fester und flüssiger Form bereit hielt.
Bürgermeister Geider dankte allen Mitwirkenden und Beteiligten für Ihre Unterstützung, allen voran den Aktiven des Heimatkundlichen Arbeitskreises Odenheim,der das Projekt nicht nur bei der Herstellung der Skulptur und der Tafeln nachhaltig unterstützte, sondern durch die Vorträge und die organisatorische Hilfestellung auch maßgeblich zum Gelingen der Einweihungsveranstaltung beitrug. Sein Dankeschön galt gleichermaßen der Firma Fehrer und den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs für die Aufstellung der Statue und der Tafeln am Siegfriedsbrunnen sowie allen interessierten Besuchern der Veranstaltung.

[mit freundlicher Genehmigung kk./br.]

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Infotafeln Siegfriedsbrunnen