Als das Zigarrenmachen noch Arbeit und Brot sicherte

Zeitzeugen erinnerten sich im Seniorenzentrum


Noch gibt es Zeitzeugen, die in den Fünfziger- und Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts in den verbliebenen Zigarrenfabriken arbeiteten und über die Fabrikstrukturen und Arbeitsverhätnisse berichten können. Bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts sicherte das Zigarrenmachen für viele, insbesondere für Frauen, Arbeit und Brot. Eine Veranstaltung im Seniorenzentrum Odenheim diente nun dazu, Informationen zusammenzutragen. Der Heimatkundliche Arbeitskreis hatte etwa 80 Dias zusammengestellt und animiert durch diese sprudelten die Erinnerungen der Zeitzeugen: Namen von Mitarbeiterinnen und Meistern wurden genannt, Räumlichkeiten und Arbeitsverhältnisse beschrieben.

Kurt Fay vom Heimatkundliche Arbeitskreis Odenheim, der durch die Veranstaltung führte, formulierte das Ziel, diese Epoche der Odenheimer Fabrikgeschichte aufzuarbeiten. Aber auch die bäuerliche Seite des Tabakanbaus und der Tabakverarbeitung soll beleuchtet und festgehalten werden.

Tatkräftig unterstützt und bestens organisiert wurde die Veranstaltung durch den Freundeskreis des Seniorenzentrums. So wurde man auch dem überaus großen Andrang gerecht, man fand Möglichkeiten der zusätzlichen Bestuhlung und auch die Versorgung mit Kaffee und Kuchen ließ nichts zu wünschen übrig.

Alle die gekommen waren, hatten einen interessanten und informativen Nachmittag erlebt und der Heimatkundliche Arbeitskreis hat nun seine Basis verbreitert, die vielen Facetten des heimischen Tabakanbaus und der lokalen Tabakverarbeitung aufzuarbeiten. Unser Appell geht weiterhin an all die Odenheimer, die ebenfalls mit Bild- oder Schriftdokumenten, mit Erinnerungen oder Utensilien zum Thema beitragen können.

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